Schloss Mokrosuky

 

WIR RETTEN DAS RENAISSANCESCHLOSS MOKROSUKY

Im schönen Tal des südwestlichen Böhmens, nur sieben Kilometer nordwestlich von der malerischen Königsstadt Sušice, öffnet sich plötzlich vor Ihnen ein Ausblick auf kleines Renaissanceschloss Mokrosuky. Nicht einmal der erbärmliche Zustand, in den es in den letzten sechzig Jahren versetzt wurde, kann die leise und fesselnde Stimme, die in seiner Wand eingeschrieben ist und die über Schmerz und Rum während der Zeiten zeugt, zum Schweigen bringen.

Die Festung Mokrosuky stand offensichtlich schon in der Zeit, als der Heerführer der Hussiten in Tábor, Jan Žižka von Trocnov, sein Auge im Jahre 1421 während der zweiten Eroberung der nahe gelegenen Burg Rabí verlor. Im Jahre 1579 kaufte der reiche Ritter Volf Gothart Perglar von Perglas die Festung von Václav Vintíř von Vlčkovice und er ließ hier eine Renaissancefestung erbauen. Sein Sohn Václav Otakar Perglar von Perglas schloss sich dem böhmischen Standesaufstand in den Jahren 1618-1620 an und während dem Fortschreiten der katholischen Armee nach Südböhmen wurden die Soldaten des berühmten spanischen Kriegers in den Kaiserdiensten, Don Baltazar de Marradas, in Mokrosuky unterbracht. Während der Beschlagnahmen nach der Schlacht am Weißen Berg wurde dem Václav Perglar zwar verziehen, er hat jedoch seinen Hof nicht gerettet – im Jahre 1628 wurde er an einen weiteren damals berühmten Krieger, Don Martin de Hoeff-Huerta, verkauft, der eigenes Regiment aus dem Ertrag des Hofs unterhielt.

Zum Schluss wurde der Hof von Humprecht Račín von Račín gekauft, wobei sein Bruder, Arnošt Vojtěch Račín von Račín, ihn mit dem Herrschaftsgebiet Hrádek u Sušice verbunden hat.

Wenn die Landschaft, ungeachtet ihrer Schönheit, ihr Bild mit dem Verschwinden dieser stillschweigenden Zeugen verliert – und in unserem Land sind schon mehrere Hunderte verschwunden – verliert sie auch etwas Wesentliches von ihrer Identität, die zurzeit wieder, Gott sei Dank, unsere gemeinsame europäische Identität darstellt.

Seit dreißig Jahren erhalten unsere Schmiede und Waffenmeister die alte tschechische Tradition der Herstellung von kalten Waffen, die seit dem fünfzehnten Jahrhundert zu den bekanntesten in Europa gehörten. Mit großer Mühe und Schwitzen, in der Glühhitze und inmitten des Lärms der Hammer opferten sie ihr ganzes Leben für die Tradition, um ihr die Form im schmiedbaren Metall einzuprägen. Wem von uns wurde das Bild der Landschaft, in der wir geboren sind, leben, lieben und sterben, in die Seele nicht eingeprägt? Wir können uns den Niedergang nicht mehr gleichgültig ansehen, wo auch immer er sein mag – wenn wir schweigen würden, werden auch die Steine schreien!

Wir entschieden uns, Hand ans Werk zu legen und dieses kleine Renaissanceprachtstück zu retten, das in seiner Einfachheit keine Hoffnung auf große Hilfe hat, damit wir es für die Besucher und für Treffen der Liebhaber der mittelalterlichen und Renaissancewaffen und –Rüstungen und des historischen Fechten öffnen.

Mit jeder Waffe, die Ihnen unsere Schmiedewerkstätte anbieten, gewinnen Sie zweifache Sicherheit: wunderschöne und hochwertige Waffe, die aus jahrhundertelanger berühmter Tradition der böhmischen manuellen Waffenmeisterarbeit entstanden ist, und zugleich auch sicheres Bewusstsein, dass Sie zur Rettung des gefährdeten Renaissanceschlosses beitrugen, das sich gastfreundlich auch für Sie öffnet. Das ist sicherlich keine unerhebliche Genugtuung in der heutigen Zeit der zusammenbrechenden Sicherheiten.

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